Verleumdung

    • Fertig gestellt
    • jenni

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    • Mit traurigem Blick sah Johanna durch die Scheibe auf Finns leblos wirkenden Körper, angeschlossen an Maschinen und einer Atemhilfe, die sie selbst in unzähligen Besuchen mit ihrem Vater auf der Intensivstation nicht gesehen hatte. Sie atmete tief durch und hörte Schritte neben sich. "Na Schatz? Wie gehts dir?" Johanna blickte auf ihre Mutter, Barbara, angezogen in ihrer Arbeitskleidung als Krankenschwester. "Mir gut...aber..." Sie verstummte und schüttelte nur mit dem Kopf. Barbara legte eine Hand um ihre Tochter und drückte sie kurz an sich. "Er schafft das, Joshi! Das weisst du genauso gut wie ich!" Johanna zog eine Augenbraue hoch. "Mama...sorry wenn ich so hart klinge, aber ich kann es erst dann glauben, wenn er wieder wach ist und mit mir reden kann", erwiderte sie eintönig.
      "Genauso ein Realist wie dein Vater.", seufzte Barbara, "Aber heute Nachmittag will man das künstliche Koma runterfahren. Dann sollte er morgen aufwachen, dann kannst du dich persönlich überzeugen!", erklärte sie und Johanna kratzte sich am Hals und nickte. "Ja...hoffen wir nur, dass Finn das einzige Opfer in der Sache bleibt. Ich bin ja inzwischen abgehärteter, aber noch einen Schock brauche ich nicht...", murmelte sie und Barbara legte den Kopf schief und zog eine Schnute. "Sagt sie und hat einen Polizist als Lebensgefährten!", murmelte sie leise und Johanna sah ihre Mutter eindeutig an. "Das war überflüssig Mama!", brummelte sie und die beiden Frauen sahen sich lächelnd an. Johanna zog ihr Handy aus der Hosentasche als es vibrierte. "Semir...", murmelte sie und ging mit ihrer Mutter aus der Intensivstation hinaus, damit sie abnehmen konnte.
      "Ja Semir? Was gibt's?", begrüsste sie ihn.
      "Komm einen Stock tiefer, dann kannst du seelischen Beistand leisten!" Johannas Augen rissen auf. "Was meinst du damit?", fragte sie ängstlich und sah Barbara hilfesuchend an. "Keine Sorge...ein kleines Kugel-Aua. Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert. Ich erkläre dir alles unten, während dein Freund zugeflickt wird! Wir sind im Notfallraum drei!" Johanna nickte kurz heftig, bis ihr wieder einfiel, dass sie am Telefon war. "Ja...ich komme sofort!", mit diesen Worten hängte sie auf und Barbara sah sie besorgt an. "Was ist los'", fragte sie eiligst und Johanna nickte nach vorne. "Anscheinend wurde Paul angeschossen, ich hoffe, es ist nichts Schlimmes!", erklärte sie sofort und Barbara zog ihre Tochter mit sich. "Worauf warten wir denn noch! Komm!" Sie rannten zum Notfallraum 3 hinunter, klopften kurz und gingen hinein, wo Paul auf der Pritsche sass und ein Arzt seine Wunden zu nähen begann. Noch immer war das getrocknete Blut auf der Haut zu sehen. "Oh Schatz!", stiess Johanna aus, ging auf Paul zu und küsste ihn sanft auf den Mund. "Hey...", grüsste Paul zurück und lächelte Johanna an. "Es ist wirklich nicht schlimm. Glatter Durchschuss. Sie nähen es zu und ich bin wieder einsatzbereit!", sagte er und der Arzt nickte zustimmend, als Johanna ihn ansah. "Wirklich alles gut?", fragte Barbara, mehr an Semir gerichtet und dieser nickte seufzend. "Der Schock in uns allen ist glaub schlimmer!" Barbara verstand und ging auf Paul zu. "Gut, dass es dir gut geht!", sagte sie sanft, drückte kurz Pauls gesunde Hand und verabschiedete sich mit einem Winken von Semir, bevor sie die Türe hinter sich zuzog.

      "Was ist genau passiert?", fragte Johanna sofort und Semir atmete tief durch. "Ermann ist durchgedreht!", antwortete Semir sofort. "Laras Vorgesetzter?" Paul nickte. "Er war bei ihr in der Wohnung und schoss um sich wie ein Wilder. Es ist eigentlich ein grosses Glück, dass es Paul so glimpflich erwischt hat. Er schrie immer wieder dass Brock eine Lügnerin sei und sie dafür bezahlen müsse!" Johannas Blick war mehr als eindeutig. "Was? Warum?", fragte sie dennoch und Semir atmete tief durch.
      "Allen Augenschein nach, war deine beste Freundin...aua!", zischte Paul kurz und der Arzt hob entschuldigend die Hand, "....au...jedenfalls...schien Lara kurz vor Janowskis Tod bei ihm gewesen zu sein!" Johanna verschränkte die Arme und presste die Lippen zusammen. "Jenny verhört sie gerade. Wir denken, es ist besser, wenn eine Frau mit ihr spricht...eine neutrale Frau!" Johanna winkte ab. "Ich verstehe schon Semir! Momentan...ach ich weiss auch nicht...", stöhnte sie und rieb sich die Schläfe. "Schatz...", murmelte Paul und nahm Johannas Hand mit seiner Gesunden. "Es geht schon...", murmelte Johanna und atmete tief durch.
      "Ermann?"
      "Momentan zu fragil um ihn zu verhören. Als wir ihn zur U-Haft gefahren haben, murmelte er immer wieder, wie sehr er Janowski liebte und wie sehr er seinen Verlust nicht ertragen könnte.", erklärte Semir. "Was habt ihn nun vor?"
      "Zuerst warten wir nochmals ab, was der Doktor sagt und dann gehen wir ins Revier Köln-Chorweiler. Ich will die Sache endlich zu Ende bringen, bevor wir wirklich noch eine weitere Leiche im Haus haben!", grummelte Semir.
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!
    • Paul bewegte seinen Arm langsam und zuckte kurz zusammen, als die Nähte in seiner Haut zu spannen begannen. "Übertreib's nicht!", murmelte Semir und ging mit Paul und Johanna aus dem Krankenhaus, wo Johanna tief einatmete und sich gegen eine der Wände lehnte. "Geht's wirklich?", fragte Paul besorgt, nahm Johanna an der Hand und zog sie zu sich. "Ja...ist einfach ein wenig viel", antwortete sie ehrlich und küsste Paul innig. "Bist du selbst mit dem Wagen hier?", fragte Semir und Johanna nickte. "Ja...ich wollte wirklich nur kurz nach Finn sehen!", antwortete sie und Paul sah Johanna an.
      "Wie sieht es eigentlich aus?"
      "Mama sagte, man fährt das künstliche Koma hinunter und morgen sollte er aufwachen, dann kann man feststellen, ob es Schäden gegeben hat.", antwortete Johanna auf Pauls Frage und Semir atmete nun selbst tief durch. "Beten wir zu Allah, dass er das "schadenlos" überstanden habt, wenn ihr versteht was ich meine!" Paul und Johanna nickten zustimmend. "Wir sollten zum Revier Köln Chorweiler!", murmelte Semir und Paul blickte besorgt zu Johanna. "Hör auf mich so anzusehen", sagte sie mit einem Lächeln und puffte ihm in die Seite, "Ich bin nicht die mit der Kugel im Arm." Paul seufzte. "Aber ich würde heute Abend sehr gerne Gesellschaft haben." Paul erwiderte das Lächeln und küsste sie nochmals. "Ich habe ja noch Kleidung bei dir! Von dem her, komme ich gerne. Und, lass dich nicht von Hartmut runterkriegen!"
      "Ich doch nicht", grinste Johanna und löste sich dann von Paul, um Semir zu umarmen. "Schau wirklich zu dir, bitte Mädchen", flüsterte er ihr ins Ohr und Johanna drückte Semir kurz fest an sich. "Das mache ich, versprochen", flüsterte sie zurück und lief zu ihrem Mini, stieg ein und fuhr mit einem Winken davon.
      "Geht's wirklich mit dem Arm?" Paul nickte und zog den hochgekrempelten Ärmel über den weissen Verband. "Es tut weh, aber nicht so weh, als das ich mich vom Arbeiten abhalte. Ausserdem, kannst du ja nicht ohne mich!" Semir zog eine Augenbraue hoch und lächelte. "Stimmt, diese neongelben Sohlen würden mir fehlen!", erwiderte er und gemeinsam liefen sie zum Wagen, stiegen ein und Semir bemerkte, wie Paul Mühe hatte, sich anzuschnallen. "Komm schon, stolzer Gockel, lass mich helfen!", brummelte Semir und schnallte Paul an, bevor er den Motor startete und losfuhr.
      "Meinst du, irgendjemand wird reden?", fragte Semir und blickte aufmerksam auf die Strasse. "Keine Ahnung...bei Janowski weiss man ja nun nicht, wie viele Freunde und wie viele Feinde er hatte.", antwortete Paul und Semir bog in die Einfahrt des Reviers ein, wo sie ausstiegen und bereits von einigen uniformierten Polizisten kritisch beäugt wurden.

      Unbeeindruckt liefen sie weiter und erblickten einen älteren, uniformierten Polizisten der die Anwärter zusammensammelte und Semir, sowie Paul ansah. "Sie müssen die Kollegen von der Autobahnpolizei sein.", begrüsste er sie und zeigte auf die Schüler, während er Paul zu sich zog. "Tut mir leid. Hauptkommissar Bremer mein Name. Ich wurde beordert, Ermanns Stellvertretung zu sein, weiss man schon was?" Paul schüttelte mit dem Kopf. "Tut mir leid, wir wissen selbst noch nichts genaues. Er scheint einfach gesundheitlich angeschlagen zu sein."
      Bremer nickte verstanden und Paul ging zurück zu Semir, der gerade die Arme verschränkt hatte. "Sie wissen alle genau, warum wir hier sind!", begann Semir und schnippte kurz, als einer der jungen Männer kurz die Aufmerksamkeit verlor. "Wir sind hier, weil wir alles wissen wollen, was Sie selbst über Robert Janowski wissen!"
      "Das er jede kriegen konnte die er wollte?", scherzte einer und ein leises raunen ging durch die Runde. "Sie wissen schon, dass Sie einen Vergewaltiger gerade bewundern oder?" Das Raunen stoppte sofort und verwandelte sich in ein leises Flüstern. "Das...oh mein Gott!", flüsterte einer leise und die Männer sahen auf Paul und Semir. "Was müssen Sie wissen?", erklang es beinahe wie im Chor.
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!
    • "Wann haben Sie Janowski zum letzten Mal gesehen?", fragte Paul in die Runde und versteckte seinen verletzten Arm unter der Jacke, damit keine unnötigen Fragen gestellt wurden.
      "Eigentlich wir alle vor seinem Tod. Wir waren gemeinsam in der Garderobe, nachdem unsere Schicht beendet war. Am Abend vor seinem Tod.", antwortete einer für alle Anderen und Semir verschränkte die Arme. "Hat er sich merkwürdig benommen?", fragte er danach und ein leises Murmeln ging durch die Runde. "Eigentlich nicht. Er kam nicht mit uns zum Abendtrunk. Aber das passierte öfters aufgrund seiner Frauengeschichten. Er ging grinsend davon, als wäre nichts passiert!", antwortete nun ein Anderer und Semir nickte verstanden. "Sprich, es gibt nichts, was seltsam an ihm gewesen wäre?", fasste Paul zusammen und alle Anwärter nickten.
      "Wirklich nicht. Ich meine, wir haben ja auch nicht kapiert, was Janowski für ein Kerl war. Wir dachten einfach er wäre ein Playboy und nicht...nun ja Sie wissen schon..." Die Enttäuschung war in den Stimmen vieler zu hören. Anscheinend war Janowski wirklich ein angesehener Kollege gewesen. Niemand schien zu fassen, dass er ein Mann war, der sich an Frauen verging und das in einer Weise, die jeglichen Respekt verloren hatte und einfach nur grauenhaft war.
      "Darf man wissen, wer das Opfer von Janowski war?", fragte ein kleingewachsener Anwärter und Paul schüttelte mit dem Kopf. "Wir sind inmitten der Ermittlungen, deshalb keine Auskunft. Sie alle sollten das genauso gut wissen wie wir!" Erneut ein leises Raunen. "Ach kommt schon Jungs!", drängte sich ein drahtiger, grossgewachsener, uniformierter Polizist an seinen Kollegen vorbei und schien Semir und Paul mit seinen Augen schier durchdringen zu wollen. "Welche Person fehlt seit einigen Tagen? Brock! Unsere Vorzeigeschülerin ist seit Tagen "Krank" und lässt sich nicht blicken. Könnt ihr eins und eins nicht zusammenzählen? Seit der Sache mit Janowski ist Brock komisch drauf. Unsere Lara Croft ist auf einmal ein leises Mäuschen und ist unauffindbar!" Paul hob unbeeindruckt die Augenbraue.
      "Sie sind?", fragte Semir ebenso tonlos und der junge Mann atmete tief durch. "Braun. Markus Braun. Kommissarenanwärter. Ich war Roberts bester Freund!", fauchte er und Semir ging auf ihn zu. "Sind Sie fertig?", fragte er und mit einem Knurren ging Braun zurück und verschwand in der Gruppe. "Sollte Ihnen noch etwas einfallen, melden Sie sich bei der Autobahnpolizei in Düsseldorf.", sagte Semir und ging gemeinsam mit Paul hinaus, wo sie sich an den BMW lehnten und sich ansahen.
      "Braun überprüfen?"
      "Braun überprüfen. Ausserdem hoffe ich, dass Jenny bei Brock durchgekommen ist auch wenn das bedeuten würde, so leid es mir für Joshi tut, das noch furchtbareres herauskommen könnte!", murmelte Semir auf Pauls Frage und Paul seufzte.
      "Die ganze Sache ist schon furchtbar. Da macht es doch keinen Unterschied mehr ob es Schlimmer kommt oder nicht...", murmelte er leise und Semir schluckte kurz. "Gehen wir", murmelte er, stieg mit Paul gemeinsam ein und fuhr zurück in die PAST.

      Dort stiessen sie auf Jenny, die eindringlich auf Staatsanwältin Schrankmann einredete, die jedoch unbeeindruckt zwei uniformierte Polizisten dazu delegierte, Lara Brock in Handschellen abzuführen. Geschockt, sahen Semir und Paul dem Schauspiel zu, wie Lara leer auf den Boden blickte und sich schier von den Polizisten mitschleifen liess und aus der PAST verschwand.
      Mit gar schnippischem Blick, sah Schrankmann auf die beiden Männer. "Gute Arbeit meine Herren. Sie haben den Fall ja mit einem lauten Knall beendet!", sagte sie und ging hinaus, während Jenny ihr nochmal hinterherschrie, dass sie sich irrte.
      "Jenny, was zum Teufel ist hier los?!", fragte Paul sofort und Jenny hob resignierend die Arme.
      "Brock hat gestanden. Sofort. Sie hätte Janowski umgebracht." "WAS?", fragte Semir in einer Lautstärke, die alle zusammenzucken liess und Jenny plusterte die Backen auf und stiess die Luft stossartig aus. "Sie hat es nicht Semir. Ich weiss nicht was sie dazu bewegt, aber Lara Brock deckt jemanden! Ich kenne diesen Blick, den sie während des Verhört hatte und sie gab nur die Details von Janowskis Ermordung wieder, die bekannt sind.", erklärte sie und Paul schüttelte mit dem Kopf. "Und Ermann?", fragte Semir. "Psychose. Aus dem kriegen wir nichts raus und selbst wenn, auch da hat die Schrankmann schon Haftbefehl erlassen!"
      "Das kann die sich knicken", knurrte Semir, "da sind zu viele Fragen noch unbeantwortet! Wir sind erst am Anfang!"
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!
    • Laut stampfend ging Semir ins Büro und schlug beinahe Paul die Türe vor der Nase zu. Jedoch konnte der Blonde den Fuss noch dazwischen halten und stiess die Türe wieder auf. "Semir, das bringt nichts!", knirschte Paul und humpelte in den Raum. "Entschuldige", murmelte Semir und verschränkte die Arme. "Ich bin einfach müde und stinksauer!"
      "Geht mir genauso", beschwichtigte Paul seinen besten Freund, "glaub mir. Meine feste Freundin ist persönlich involviert und Finn liegt im Krankenhaus. Ausserdem hab ich n' Loch im Arm. Wirklich lustig finde ich es auch nicht!" Semir konnte nur nickend zustimmen. Paul ging auf ihn zu und legte eine Hand auf seine Schulter. "Wir kriegen das hin Kumpel, wir haben doch bisher alles hingekriegt!" Semir lächelte traurig. "Natürlich Paul. Manchmal habe ich einfach das Gefühl, ich werde zu alt für den ganzen Mist!" Paul grinste kurz. "Machst du einen auf Danny Glover in Lethal Weapon?", scherzte er und gemeinsam mit Semir sah er aus dem Fenster, wo Lara Brock in den Wagen gedrückt wurde und die Fahrzeuge davonfuhren. "Sie hat definitiv gelogen. Sie schützt jemanden, doch wen?" Semir atmete auf Pauls Frage frustriert aus und rieb sich die Hände. "Es muss jemand sein, den sie nicht im Knast sehen will..." Semir blickte zu Paul und dieser zog eine Augenbraue hoch. "Denk nicht mal dran!", drohte er und Semir stöhnte kurz mit rollenden Augen. "Natürlich nicht! Darauf wollte ich gar nicht hinaus!", begann Semir und rieb sich die Schläfe, "Lara Brock hat aber einen starken Instinkt, jemanden zu beschützten. Überleg' mal, wir hatten eine Reaktion und Person, wo das zutrifft! Erinnerst du dich?" Paul setzte sich auf seinen Platz, legte die Füsse auf den kleinen Schrank neben dem Tisch und faltete die Hände vor dem Bauch zusammen.
      "Ich denke ich weiss worauf du hinauswillst!", begann Paul, "Du meinst die kleine Streifenpolizistin oder? Die ebenfalls belästigt wurde oder?" Semir nickte. "Es wäre doch eine Idee. Ich könnte es aber nicht beweisen und es ist nur eine wilde Idee." Paul lachte kurz falsch auf und wippte mit dem Kopf hin und her. "Semir, ich glaube in unserer momentanen Situation nehme ich eine wilde Idee mit Handkuss entgegen, glaub mir!" Semir atmete tief durch und wanderte von der Schläfe zu den Bartstoppeln. "Nochmal ins Revier Köln Chorweiler zurück?" Paul schüttelte mit dem Kopf. "Nein, ich habe ebenfalls eine Idee. Aber zuerst warten wir ab, was Joshi zu Finn berichten hat. Schliesslich haben sie gestern das Koma abgestellt. Er sollte heute aufwachen und um ehrlich zu sein, bevor ich nicht weiss, wie es dem Kleinen geht, kann ich nicht weiter denken!"
      "Gebe ich dir Recht, was meinst du...Kaffee?" Paul nickte zustimmend und stand wieder auf. "Kaffee! Ausserdem meinst du nicht, wir sollten das mit der Chefin besprechen?" Semir stöhnte und lief voraus. "Musstest du es erwähnen? Ich habe mich gerade auf den Kaffe gefreut!", knurrte er und Paul hob abwehrend die Hände in die Luft. "Entschuldige, dass ich auf dem Boden der Tatsachen geblieben bin!"
      "Hättest dir einen anderen Moment dafür aussuchen können!"

      Johanna betrat das Krankenhaus und wurde direkt von ihrer Mutter am Empfang begrüsst. "Du hast heute den Bürodienst?", fragte Johanna überrascht und Barbara nickte. "Jep. Unsere gute Seele ist ausgefallen und wir haben Stohhalmziehen gemacht. Dein miserables Glück bei Spielen hast du nicht geklaut!" Ohne es zu wollen musste Johanna auf den Kommentar ihrer Mutter lächeln. "Du hast Papa gefunden, also hattest du Glück in der Liebe Mama. Ist das nicht besser?" Barbara zog für einen kurzen Moment eine Schnute, lächelte aber dann und nickte. "Ja da hast du Recht, Schatz. Und du hast Paul!" Johanna erwiderte das Lächeln ihrer Mutter. "Da hast du wiederum recht, Mama!", stimmte sie zu und lehnte ihre Arme auf den Tresen des Empfangs. "Du weisst warum ich hier bin?", fragte sie leise und Barbara nickte. "Ja. Er ist aufgewacht!" Johannas Herz begann heftig gegen die Brust zu schlagen und sie glaubte sogar, dass diese Bewegung ihres stärksten Muskel im Körper, richtig schmerzte.
      "Und?", fragte sie mit zitternder Stimme und Barbara nahm sanft die Hände ihrer Tochter in die ihre. "Hör auf Mama, du weisst wie mir diese Geste Angst macht", murmelte sie und erblickte dann ein Lächeln in dem Gesicht. "Er hat nach dir gefragt und war total verwundert, warum wir ihn so besorgt angesehen hatten. Er hat zum Glück keine Schäden davongetragen, muss sich aber auf eine lange Zeit noch im Krankenhaus einstellen." Johanna glaubte beinahe den Halt unter den Füssen zu verlieren, konnte sich aber noch auffangen. "Mensch! Mutter! Was must du so eine Dramaqueen sein!" Barbara grinste. "Entschuldige. Mach's nie wieder. Aber eben. Er ist noch schwach, aber fühlt sich sehr allein und möchte gerne jemanden an seiner Seite wissen. Eine "grosse Schwester" hatte er es genannt!" Johanna griff mit ihren Händen die Handtasche, die sie abgestellt hatte und schwang sie um. "Worauf warte ich dann noch?", sagte sie erleichtert und lief die Gänge zu Finns Zimmer entlang.

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      So liebe Leut.
      Nach einer langen Pause voller Ereignisse und einer heftigen Grippe mit bakterieller Bronchitis (musste nicht wirklich sein) melde ich mich aus der angekündigten Pause zurück und wünsche euch nachträglich ein gutes neues Jahr 2017, alles gute fürs neue Jahr, viel Glück und Sonnenschein! <3
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!

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    • Artig gab Johanna die Tasche an der Station ab und zog die Überkleidung für die Intensivstation an. Sie band den Umhang fest und lief zum Zimmer, dass sie vor einiger Zeit verlassen hatte. Während ihr Herz damals vor lauter Angst schnell schlug, musste sich Johanna eingestehen, dass dieses Mal der Herzschlag vor lauter Vorfreude schlug. Sie wusste genau, dass an Finn nun einiges an Kabeln und Schläuchen entfernt worden war und tatsächlich, als sie kurz an der Tür geklopft hatte und den Raum betrat, fand sie Finn beinahe so vor, wie vor dem unglücklichen Ereignis. Auch sah er sie wieder genauso müde an und lächelte dennoch.
      Jedoch war er viel blasser als zuvor und die rote Ringe die um den Augen waren, leuchteten beinahe furchterregend. Die Lippen waren nicht nur blass, sondern wirkten beinahe durchsichtig. Es war deutlich zu sehen, dass der Körper die unzähligen Strapazen nicht gut überstanden hatte und sich der Aufenthalt von Finn erheblich verlängert hatte.
      "Hey...", flüsterte Johanna leise und lief auf ihren Kollegen zu. Zitternd, hatte Finn seine Arme ausgestreckt und Johanna legte ihre Hände in die Finns und umklammerte sie. Ohne halt, setzte sie sich auf den Stuhl und rutschte mit kurzen Bewegungen ans Bett. "Oh man...Kleiner...du" Sie spürte die Tränen aufkommen und presste die Lippen aufeinander, schmeckte aber bereits den salzigen Geschmack ihrer Tränen in den Mundwinkeln. "Nicht weinen...", stockte Finn schwach und löste eine Hand von der Johannas und strich ihr mit dem Daumen eine Träne aus dem Gesicht. "Sorry, das kann ich leider nicht tun", lächelte Johanna und musste einen Schluckauf unterdrücken, da sie immer wieder Luft holen musste, "Du hast uns eine Schweineangst eingejagt, mein Bester!" Finn atmete tief durch und strich die Träne des anderen Auges von Johannas Haut. "Wollte ich...nicht...", murmelte er und Johanna nickte. "Das weiss ich doch.", versicherte sie ihm und strich mit ihrer freien Hand über Finns Haarschopf. "Da musst du dir keine Gedanken machen! Wir hatten einfach Angst. Aber dafür kannst du nichts und wirst auch nie etwas dafür können, okay?" Finn nickte leicht.
      "Du siehst müde aus", flüsterte er danach und Johanna wippte mit dem Kopf hin und her. "Ist einiges passiert...leider...aber das erkläre ich dir später. Du brauchst nun ruhe und ich weiss, dass der Satz dir gerne Hummeln in deinen fast tauben Hintern gejagt hat, aber das musst du akzeptieren okay? Wir wollen dich alle in deiner schnieken Uniform wieder auf der Matte sehen." Beinahe überfahren stimmte Finn ihr zu und schloss für einen kurzen Moment die Augen. "Noch länger hier liegen...zum kotzen..." Johanna richtete sich nach diesem Satz hin auf, beugte sich über ihn und umarmte ihn sanft. "Ich weiss, aber wir kriegen das hin, okay? Du bist nicht alleine!"

      Kim Krüger sass in ihrem Büro und hob den Kopf, als es klopfte und sie bat ihre Besucher hinein. Sie atmete tief durch, als sie Paul und Semir hineinkommen sah. "Meine Herren", seufzte sie und rieb sich die Schläfen. Sie scheute sich seit längere Zeit nicht mehr, ihre Gefühle zu zeigen. Besonders, weil sie wusste, dass die Beiden immer wieder nachfragen würden.
      "Chefin", begrüsste Semir zurück und die Beiden setzten sich nach ihrer Handbewegung. "Ich hoffe, Sie kommen mit guten Neuigkeiten. Die Schrankmann fühlt sich wie ein stolzer Gockel und protzt überall mit ihrem Triumph. Und ich muss ihnen Recht geben. Brock war das nicht und sie deckt jemanden!" Semir zog eine Augenbraue hoch.
      "Haben Sie etwa gelauscht Chefin?"
      "Sie und Frau Dorn waren nicht zu überhören", erwiderte Kim mit sarkastischer Stimme und rollte kurz mit den Augen. Paul gab ihr mit einem kurzen, klaren Gesichtsausdruck recht und Semir wippte mit dem Kopf hin und her.
      "Argument zur Kenntnis genommen! Aber ja, wir haben eine Idee und einen Verdacht wer es sein könnte. Jedoch brauchen wir Ihre Erlaubnis.", kam Semir direkt zur Sache und Kim faltete die Hände.
      "Riskant?"
      "Ja", antwortete Semir.
      "Etwas das der Schrankmann nicht gefallen wird?"
      "Wenn wir Recht haben, garantiert nicht", antwortete Paul beinahe schon grinsend und Kim erwiderte das Lächeln. "Fahren Sie fort meine Herren!"
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!
    • Köln Chorweiler - ein paar Stunden später

      Wachtmeisterin Evelina Gruber sass an ihrem Schreibtisch und schrieb einen Bericht zu Ende, als sie ein leises Schluchzen im verlassenen Gang hörte. Als sie aufsah, bemerkte sie, dass es bereits spät am Abend war und so ziemlich alle Kollegen der Tagschicht schon ihre Zelte abgebrochen hatten. Jedoch sah sie eine Frau in ihrem Alter, mit langem, braunen Haar, dezent geschminkt und in Polizeiuniform. "Wahrscheinlich eine neue Kollegin", murmelte sie und stand auf, ging auf sie zu und legte eine Hand auf ihre Schulter. "Hey, alles klar?", fragte sie und die junge Frau sah sie mit ihren braun-grünen Augen an, die mit Tränen gefüllt waren.
      "Was?"
      "Ob es dir gut geht!", wiederholte Evelina nochmals und die junge Frau schüttelte mit dem Kopf. "Nein...ich...Gott ich kann das gar nicht beschreiben!", schluchzte sie und Evelina verstärkte ihren Griff um die Schulter. "Hey...hat dir jemand was angetan?" Die Frau nickte. "Ein Mann, ein Kollege...hat mich in der Dusche angefasst...ich...ich wollte das nicht! Ich habe mich gewehrt! Aber er hat mich nicht angehört!" Evelina spürte die Wut in sich aufkochen. "Was?! Du musst was tun?" Die Frau nickte erneut. "Ich weiss, ich werde morgen gleich zum Direktor gehen. Ich meine...an meinem ersten Tag? Das kann doch nicht sein!"
      Augenblicklich schüttelte Evelina ihren Kopf. "Nein, nein das meine ich nicht! Du willst doch, dass er bezahlt oder? Dass er dich nicht behandelt wie ein vollwertiges Mitglied?" Tatsächlich schien die Frau Interesse zu zeigen. Ihre Tränen begannen leicht zu versiegen und sie schniefte nur noch kurz. "Was meinst du damit? Kannst du denn etwas tun?"
      Gott ihre Stimme war so verletzlich und angreifbar, dachte sich Evelina, kein Wunder, war sie so ein leichtes Ziel. "Natürlich! Ich habe mein Problem auch selbst entledigt! Ich habe einen Kollegen, der mir hilft. Wir können ihn dir vom Hals schaffen! Du musst nichts tun, sondern uns einfach machen lassen!", sagte sie mit einem gar zu selbstsicheren Grinsen und die Augen der jungen Frau rissen auf. "Du willst doch nicht...?" Evelina winkte ab. "Wie gesagt, diese Typen sollen kriegen, was sie verdient haben! Und manche begreifen es nur so. Und wenn sie es nicht tun, so schüchtern wir vielleicht die Anderen so ein! Wir müssen doch was tun Schwester, meinst du nicht?"
      "Aber...was, wenn jemand zu Unrecht beschuldigt wird?" Evelina zuckte seufzend mit den Achseln. "Ein Risiko, dass wir eingehen müssen! Es gibt leider Menschen, die wir zurücklassen, auf solchen Wegen. Es tut weh, aber man gewöhnt sich dran!" Die Frau schluckte tief und blickte zu Boden. "Ich weiss nicht...", murmelte sie und Evelina legte nun beide Hände auf ihre Schultern. "Es muss sein...vertrau mir! Möchtest du, dass er da noch die ganze Zeit mit dir macht? Ich habe mir das auch gefallen lassen und wurde dann noch bitterer enttäuscht. Also...musste ich etwas tun! Glaube mir, wenn du die verdiente Rache erhältst, fühlt es sich so gut an! Ich meine..." Sie zog die Waffe aus dem Gürtel der Frau und legte sie ihr in die Hände, "eine Waffe in der Hand zu halten, fühlt sich doch auch gut an, oder? Dieses Adrenalin...ich muss sagen, ich musste jemanden damit wehtun! Aber dieses Gefühl, es ist unbeschreiblich! Ich hatte auch zuerst Angst...aber, der Gedanke, dass ich es geschafft habe, einem solchen Grünschnabel, der sicherlich ebenfalls auf solchen Spuren war, auf meinem Wege zu stoppen, war besser als ich gedacht habe. Also, was sagst du?"

      Die junge Frau nahm die Waffe im einhändigen Anschlag und zielte auf Evelina, die kurz zurückwich, jedoch grinste. "Siehst du? Tolles Gefühl oder? Also, was sagst du?"
      Zur Evelinas Überraschung entsicherte die Frau die Waffe und ihr Blick wurde auf einmal komplett anders. Das verwirrte, traurige Gesicht wurde beinahe eiskalt und sicher. Jeder ihre Bewegungen war nun klar und kalkuliert. "Ich denke, Sie können sich glücklich schätzen, dass ich eine sehr, sehr gewaltfreie Person bin, andererseits, würden Sie nun mit einem Loch in der Brust auf dem Boden liegen, Evelina Gruber! Dieser junge Mann den Sie niedergeschossen haben, heisst Finn Bartels und ist der netteste Junge den ich kenne. Er respektiert Frauen und behandelt sie ebenbürtig. Und im übrigen, im Namen der Autobahnpolizei werden Sie nun wegen Mordes und versuchten Mordes verhaftet!"
      Die Frau zog die braunen Haare, die sich nun als Perücke herausstellten, von ihrem Kopf und sie zog eine schwarze Hornbrille auf. Evelina zog daraufhin eine Augenbraue hoch. "Ach ja? Welche Autobahnpolizei? Sorry Süsse, aber du bist ganz alleine gekommen und töten willst du mich anscheinend auch nicht, also, was willst du tun? Niemand wird dir glauben, dass ich den elenden Bastard gekillt habe!..."
      "...und das Braun Ihnen geholfen hat, seinen besten Freund zu verscharren?"
      "...er mochte mich halt! Und er hasste ebenso die Arte, wie dieses Arschloch mit Frauen umging! und wie gesagt, es war befreiend, den Kleinen zu erschiessen!"
      Die Frau grinste, zog aus ihrer Hosentasche ein Handy, dass die ganze Zeit lief und betätigte den Lautsprecher. "Habt ihr alles gehört Jungs?", fragte sie triumphierend und schenkte Evelina ein abschätzendes Lächeln.

      "Klar und deutlich! Und wir haben alles gespeichert!" Erklang es zuerst aus dem Lautsprecher und dann erschienen die beiden Hauptkommissare der Autobahnpolizei. Während der Blonde ebenfalls die Waffe auf sie hielt, erschien hinter dem Türken die Chefin Kim Krüger und gesellte sich zwischen Renner und der mysteriösen Frau, während Geokhan auf sie zukam und die Handschellen zückte. "Du hast es zwar schön gesagt Johanna", begann Krüger und verschränkte die Arme, "aber ich wiederhole es nur zu gerne: Wachtmeisterin Evelina Braun, Sie sind verhaftet aufgrund des Mordes an Kommissarenanwärter Robert Janowski, sowie den versuchten Mord an Streifenpolizist Finn Bartels!"
      "Eh, klingt cooler, wenn du das sagst, Kim!", grinste Joshi und Evelina Braun schien zu schalten. "Gott, ich hätte auch Sie erschiessen sollen! Dämliches KTU-Gesindel!", zischte sie und Paul zog eine Augenbraue hoch, während Joshi cool blieb. "Mhm und KTU-Gesindels sind sehr schlecht mit der Waffe, Frau Braun, könnte sich was lösen!", knurrte sie und Kim legte den Kopf schief. "Meinst du wirklich, du kannst deinen Status bei der Schrankmann so reizen?", fragte sie und Joshi wippte mit ihrem Kopf wiederum hin und her. "Glaub eher nicht, aber ich denke, das Gesetz wird schon Ihnen die gerechte Strafe geben, Frau Braun!"
      "Das ist Wachtmeisterin Braun, Sie ignorante..."
      "...jajaja...aber nicht mehr lange! Gerkhan, tuen Sie mir den Gefallen?"
      "Mit dem grössten Vergnügen Chefin!", grinste Semir und drückte Evelina zum Ausgang.

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      Hallo Zusammen

      Ja ich weiss es war lang und ja, es war lang. Aber ich hatte ein komplettes Blackout aber ich finde, die Geschichte sollte zu Ende geführt werden! Das bin ich schuldig. Morgen werden dann noch die letzten Teile kommen, ich hoffe, ihr freut euch trotzdem.
      LG
      Jenni
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!
    • Als alle in der PAST ankamen, nachdem Braun in Untersuchungshaft überführt wurde, stand bereits Staatsanwältin Schrankmann im Eingangsbereich und zog beim Anblick von Joshi die Augenbrauen hoch. "Aha, sind Sie nun unter die Ermittler gegangen?", fragte sie beinahe abschätzend und Joshi legte die Perücke auf Susannes verlassenen Schreibtisch. "Nein, ich fand es einfach mal amüsant, eine braunhaarige, verwirrte Polizistin zu spielen. Ich glaube ich sollte Amateurschauspielerin werden", gab sie unbeeindruckt zurück, während Schrankmann Semir, Paul sowie Kim ansah. "Danke für das Geständnis, mit den einkommenden Berichten von Herrn Freund, sollte es dann kein Problem mehr sein, Braun vor Gericht zu bringen!", murmelte sie beinahe überhörbar. "Gern geschehen", antwortete Semir lauter und Paul verschränkte bloss die Arme. "Was wird nun mit Lara passieren?", fragte er und Kim atmete tief durch. "Sie hat immerhin noch unsere Ermittlungen behindert und Falschaussagen gemacht", erklärte sie und blickte entschuldigend zu Joshi, die jedoch zustimmend nicken musste. "Ich hoffe, es wird ihr dennoch geholfen!", fügte sie ihrer Geste hinzu und Schrankmann lächelte zu ersten Mal.
      "Sie mögen zwar von mir denken was Sie wollen, Schimke, doch auch ich nehme dieses Thema ernst. keine Frau sollte durchmachen, was Brock durchgemacht hat. Ich werde veranlassen, dass ihr therapeutisch geholfen wird!"
      "Und ich denke, Sie würden niemals vermuten was ich jetzt sage, aber: Danke!", sagte sie sanft und Schrankmann atmete tief durch. "Nun, ich muss mich erklären gehen, meine Herren. Das nächste Mal, könnten Sie bitte mich informieren, bevor Sie so eine Aktion starten!" Mit diesen Worten verabschiedete sie sich und verliess die PAST.
      "Mhm, sie würde uns auch sofort glauben!", knurrte Kim beinahe und Joshi legte eine Hand auf ihre Schulter und winkte ab. "Lass sie, du kennst sie doch, Chefin!" Paul und Semir mussten ihr zustimmen. "Vielen Dank für deine Hilfe Schatz!", flüsterte Paul und küsste seine Freundin innig, worauf Kim und Semir sich nur mit einem kopfschüttelnden Lächeln ansah.
      "Aber ich muss deiner Aussage von vorhin zustimmen. Du könntest wirklich unter die Amateurschauspieler gehen." Joshi grinste auf Semirs Kommentar. "Ach, eine aufgeschnittene Zwiebel und an meinen Kontostand denken und dann kann ich super heulen. Das klappt immer!", kicherte sie und kuschelte sich an Paul, der seine Arme um sie legte. "Jedenfalls ist für uns der Alptraum vorbei...", seufzte Semir erleichtert.
      "Ja für uns, aber für die Kollegen vom Chorweiler nicht! Ich möchte nicht in deren Haut stecken. Ein Kollege tot, der sich als Vergewaltiger herausstellt, ein ehemaliger Direktor mit Psychose, der duschgeknallt ist sowie eine Kollegin die eine brutale Mörderin ist.", fasste Kim zusammen und Joshi atmete tief durch. "Hauptsache ist, das wir alle einigermassen heil aus der Sache rausgekommen sind und Finn auch wieder vollends gesund wird!", murmelte sie und Semir konnte nur zustimmen. "Ich kann nur sagen, das ich euch allen dankbar bin!" Auf Kims Aussage hin lächelten alle warm und Paul blickte mit angeekelten Gesicht auf seinen Schreibtisch. "Müssen wir heute noch den Bericht schreiben, Chefin?", fragte er mit furchtverzerrtem Gesicht.

      "Nein, das verschieben wir!", sagte sie schelmisch und blickte auf die Uhr. "Erstens ist es spät, zweitens, habe ich bald Angst dass Renner und Joshi bald über sich herfallen und ich glaube, auf Sie wartet eine Familie zuhause, Gerkhan!"
      "Das stimmt nicht Chefin, ich würde warten bis Sie raus sind, dann würde ich über Sie herfallen." Joshi zog über Pauls Kommentar die Augenbrauen hoch und rollte mit den Augen. "Sicherlich, du bist ja auch der, der bestimmt!", sagte sie mit gespielt unbeeindruckter Stimme und Semir grinste. "Gut zu wissen, dass nun beide unsere Männer in guten Frauenhänden sind die sie im Griff haben!", sagte Kim mit einem erneuten Grinsen und Joshi zwinkerte ihr zu, bevor sie sichtbar gähnte. "Gott, Entschuldigung!", sagte sie beschämt und Semir klatschte in die Hände. "Ich glaube, das ist der perfekte Ausstieg für heute! Wie die Chefin gesagt hat, gehen wir nach Hause. Morgen ist ein neuer Tag und ich weiss nicht, wie es euch geht, aber bevor ich morgen starte, gehe ich noch unseren Jüngling besuchen. ich denke, er kann nun Gesellschaft gut brauchen!" Alle nickten zustimmend und Kim, begann die Lichter in den diversen Büros zu löschen. "Schaffst du es noch ein Feierabendbier durchzustehen Joshi?", fragte Kim lächelnd und die Angesprochene nickte. "Mit euch doch immer!", stimmte sie zu und gemeinsam, schritten sie den Flur zum Ausgang entlang, wo Kim das letzte Licht losch und mit den Anderen zu den Autos lief.


      ENDE
      Semir: Du blutest übrigens!
      Alex: Ich blute?! Ja, ich blute! Ich habe mir 'ne Kugel für dich eingefangen! Man ich stehe hier vielleicht auf der Fahndungsliste!
      Semir: Alex...
      Alex: Weisst du wie Knast hier aussieht?
      Semir: Alex...
      Alex: WAS?!
      Semir: Ich hab dich lieb...
      Alex: Ja schönen Dank auch!